Stellungnahme zum Hearing 2 der Unabhängigen Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“: USK bringt Expertise zum technischen Jugendmedienschutz ein

Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat eine 18-köpfige unabhängige Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ eingesetzt. Von Herbst 2025 bis zur parlamentarischen Sommerpause 2026 erarbeitet sie Empfehlungen zu Online-Risiken und digitaler Teilhabe.

Die USK beteiligt sich aktiv: Im zweiten Hearing der Kommission zum Thema „Technischer Jugendmedienschutz, Plattformgestaltung und Verantwortung digitaler Dienste“ reichte sie ihre schriftliche Stellungnahme ein und nahm am 13. Februar 2026 an der mündlichen, nicht-öffentlichen Anhörung teil. Dabei machte die USK deutlich, dass die Games-Branche bereits gut aufgestellt ist und Jugendschutzvorgaben in der Praxis konsequent umsetzt.

In ihrer Stellungnahme betont die USK insbesondere: 

  • Alterskennzeichen, Zusatzhinweise und Vorsorgemaßnahmen sind etabliert und wirken präventiv.
  • JuSchG, JMStV und DSA setzen auf risikobasierte Ansätze statt pauschaler Verbote.
  • Erfolg des Systems der regulierter Selbstregulierung als effektiver und multi-stakeholder-basierter, verhältnismäßiger Ansatz.
  • Technische Schutzmaßnahmen und elterliche Tools, wie insbesondere Jugendschutzprogramme bzw. Parental Controls i.S.d. § 11 JMStV ermöglichen in Kombination mit gezielten Medienbildungsangeboten eine sichere Teilhabe von Minderjährigen an digitalen Spielen und stärken das Elternprivileg.

Über die USK

Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle ist eine freiwillige Einrichtung der Games-Branche. Sie prüft digitale Spiele und kennzeichnet sie in Deutschland mit einem Alterskennzeichen. Dabei weist sie auch auf mögliche Inhalts- und Nutzungsrisiken für Kinder und Jugendliche hin. Die USK ist sowohl unter dem Jugendschutzgesetz des Bundes als auch unter dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag der Länder als zuständige Selbstkontrolle anerkannt. Zahlreiche Unternehmen haben sich der USK als Mitglieder angeschlossen, um beim Thema Jugendschutz dauerhaft und besonders eng zu kooperieren. Darüber hinaus engagiert sich die USK in der Medienbildung und gibt z. B. den Elternratgeber heraus. Die USK wird von einem Beirat beraten, der u. a. die USK-Grundsätze und die Leitkriterien für die Prüfungen festlegt. Weitere Informationen: www.usk.de

Ansprechpartner

Lorenzo von Petersdorff

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