Als Eltern begleiten Sie Ihr Kind beim Heranwachsen – sei es beim Laufen lernen, beim Schwimmen oder beim Fahrradfahren. Sie sind da, um zu unterstützen, zu ermutigen und Sicherheit zu geben. Auch im Straßenverkehr helfen Sie Ihrem Kind dabei, sich zurechtzufinden. Sie erklären die Verkehrsregeln und sorgen dafür, dass es sicher unterwegs ist. Mit zunehmendem Alter beschäftigt sich Ihr Kind mit vielen Dingen: Digitale Spiele gehören mit großer Wahrscheinlichkeit auch dazu. Wie in anderen Lebensbereichen ist es auch hier wichtig, Regeln zu kennen und zu beachten. Wenn Sie Ihr Kind beim Umgang mit digitalen Spielen begleiten und klare Regeln aufstellen, helfen Sie ihm, selbstsicher und ausgewogen mit dem Medium umzugehen.

Spielzeit und Regeln: Ein ausgewogener Umgang
Wie viel Zeit sollte mein Kind mit Computer- und Videospielen verbringen? Eine berechtigte Frage, auf die es keine pauschale Antwort, aber dennoch einige Faustregeln gibt. Sie kennen Ihr Kind am besten und wissen, wann es Pausen braucht – zum Spielen und vom Spielen. Vertrauen Sie Ihrer eigenen Einschätzung und stellen dazu passende Regeln auf.
Bei der Vereinbarung von Spielzeiten sollten Sie Folgendes mitdenken:
- Alter des Kindes: Je jünger das Kind ist, desto kürzer sollten Spielzeiten ausfallen und desto mehr Pausen eingeplant werden.
- Entwicklungsstand: Jedes Kind ist unterschiedlich. Berücksichtigen Sie Konzentrationsfähigkeit, Selbstkontrolle und Verantwortungsbewusstsein.
- Medienerfahrung: Hat Ihr Kind bereits Erfahrung im Umgang mit digitalen Spielen? Kennt es wichtige Regeln?
- Art des Spiels: Kurze Geschicklichkeitsspiele oder lange Strategie- und Aufbauspiele? Spiele beanspruchen die Konzentration auf unterschiedliche Weise.
- Benötigte Zeit: Manche Spiele lassen sich ohne Probleme pausieren, andere erfordern längere Sitzungen, um Fortschritte zu speichern.
Spieldauer bei jüngeren Kindern:
Jüngere Kinder können sich noch nicht lange am Stück konzentrieren, daher sollte die Spieldauer erst schrittweise mit dem Alter erhöht werden.
Neue Spiele können besonders fesselnd sein – ähnlich wie ein spannendes Buch. Gelegentlich etwas länger zu spielen ist unproblematisch, solange es nicht zur Gewohnheit wird. Unter der Woche kann es sinnvoll sein, die Spielzeit zu begrenzen, damit Schule und ausreichender Schlaf nicht zu kurz kommen. Zeit ist etwas Abstraktes, das jüngere Kinder noch nicht verstehen. Daher kann eine visuelle Hilfe wie eine Sanduhr helfen, die verabredete Spielzeit besser einzuhalten. Ein weiteres praktisches Beispiel zur Begrenzung der Spielzeit: Stellen Sie Ihrem Kind ein wöchentliches Zeitkontingent zur Verfügung – z. B. fünf Spielrunden pro Woche. Dafür können Sie fünf Steine in eine Box legen. Jedes Mal, wenn Ihr Kind spielt, kommt ein Stein heraus. Sind alle Steine aufgebraucht, ist das Spielkontingent für diese Woche verbraucht. In der nächsten Woche wird die Box wieder aufgefüllt. So lernt Ihr Kind, mit Spielzeit bewusst umzugehen.
Spieldauer bei älteren Kindern und Jugendlichen:
Eine flexible wöchentliche Spielzeit in Form von Zeitbudgets hilft älteren Kindern, Verantwortung für ihr Spielverhalten zu übernehmen und Stress zu vermeiden. Gleichzeitig sollten sie lernen, vor dem Essen oder Schlafengehen keine langen Spielrunden mehr zu starten. Ein gutes Zeitgefühl hilft ihnen, die verfügbare Spielzeit sinnvoll einzuteilen.
Während viele Spiele pausiert oder gespeichert werden können, ist das in Online-Spielen, die mit anderen Menschen gespielt werden, oft nicht möglich. Seien Sie daher verständnisvoll, wenn Ihr Kind eine Runde noch beenden möchte – schließlich würden Sie einen Film auch nicht in der spannendsten Szene ausschalten. Erinnern Sie Ihr Kind rechtzeitig ans Aufhören, um unnötige Konflikte zu vermeiden.
Spielverhalten: Warnsignale erkennen und handeln
Bei Kindern und Jugendlichen kann es immer wieder zu spielintensiven Phasen kommen, weil das Spiel besonders spannend ist und Spaß macht. Einige Spiele verwenden Geschäftsmodelle, die darauf abzielen Spielzeiten zu verlängern. Dazu gehören beispielsweise Push-Nachrichten, zeitlich begrenzte Angebote oder der Verlust von Fortschritten oder Spielfiguren nach längerer Spielpause. Diese Mechanismen sind darauf ausgelegt, mehr zu spielen oder immer wieder ins Spiel zurückzukehren. Es ist wichtig, sich dieser Strategien bewusst zu sein, um den Spielkonsum besser steuern zu können.
Spiele, die ein besonders hohes Risiko hierfür aufweisen, erhalten von der USK den Hinweis „Druck zum Vielspielen“. Achten Sie deshalb auf Ihr Kind! Längere Spielzeiten sollten regelmäßig durch Pausen unterbrochen werden. Eine übermäßig lange Spielzeit kann auf Dauer gesundheitliche Auswirkungen auf Ihr Kind haben.
Folgende Symptome geben Ihnen Hinweise darauf, dass Ihr Kind möglicherweise zu viel spielt:
- Kopfschmerzen
- Gereiztheit
- Müdigkeit
- Nervosität
- Antriebslosigkeit
Einige Veränderungen im Verhalten Ihres Kindes sind normal und gehören zur Pubertät. Wenn Sie jedoch bemerken, dass sich Ihr Kind durch das Spielen dauerhaft verändert oder gesundheitliche Probleme auftreten, sollte die Spielzeit begrenzt oder ein alternatives Spiel gefunden werden. Sorgen Sie für abwechslungsreiche Freizeitmöglichkeiten und sprechen Sie offen mit Ihrem Kind über Ihre Beobachtung sowie mögliche Alternativen.
Wenn Ihr Kind vorübergehend einige der genannten Symptome entwickelt, ist es nicht automatisch krank. Professionelle Hilfe sollten Sie sich suchen, wenn folgende Symptome über einen langen Zeitraum auftreten:
- Kontrollverlust: Ihr Kind kann zu keiner Gelegenheit aufhören zu spielen.
- Gedankliche Vereinnahmung: Ihr Kind verfolgt keinerlei andere Interessen.
- Isolation: Vernachlässigung von sozialen Kontakten und alltäglichen Pflichten.
- Realitätsverdrängung: Negative Konsequenzen auf den Alltag sowie auf Familie und Schule werden ignoriert.
Gesamte Medienzeit sinnvoll regeln: Gesamtüberblick statt Einzelzeiten
Kinder und Jugendliche nutzen viele Medien gleichzeitig – um sich zu informieren, auszutauschen und zu unterhalten. Deshalb ist es sinnvoll, nicht nur einzelne Zeiten für das Spielen festzulegen, sondern die gesamte Mediennutzung für die Freizeitgestaltung zu regeln, zum Beispiel über einen Mediennutzungsvertrag. Neben konkreten Spielzeiten wird darin auch die weitere Nutzung von Fernseher, Computer, Tablet und Smartphone berücksichtigt. Mediennutzung für die Schule sollte nicht mitgerechnet werden.
Tipps
- Finden Sie eine Balance aus festen Regeln und Flexibilität für entspanntes Spielen.
- Vereinbaren Sie zusammen faire und umsetzbare Familienregeln z. B. zu Spielzeiten.
- Achten Sie auf regelmäßige Pausen und andere Freizeitaktivitäten.
- Achten Sie besonders auf USK- Hinweise wie „Druck zum Vielspielen“.
- Behalten Sie die Mediennutzung im Blick und nutzen technische Schutzmaßnahmen – sie geben gute Einblicke ins Nutzungsverhalten. Mehr dazu finden Sie hier.
Empfehlungen für freizeitliche Medienzeiten
Zur Orientierung
Bildschirmmedien nicht empfohlen
max. 30 min an einzelnen Tagen in Begleitung
30 bis 45 Minuten an einzelnen Tagen in Begleitung
45 bis 60 Minuten pro Tag
max. 2 Stunden am Tag
2 Stunden am Tag als Orientierung
Alternative für Kinder ab 12 Jahren: Tägliches oder wöchentliches Zeitbudget vereinbaren!
Zur Orientierung: 10 Minuten pro Lebensjahr am Tag oder eine Stunde pro Lebensjahr in der Woche.
Empfehlungen für freizeitliche Medienzeiten zur Orientierung Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin e.V. DGKJ. SK2-Leitlinie: Leitlinie zur Prävention dysregulierten Bildschirmmediengebrauchs in der Kindheit und Jugend. 1. Auflage 2022. AWMFRegister Nr. 027-075. Verfügbar: register.awmf.org/de/leitlinien/detail/027-075, Zugriff am 26.05.2025;
„SCHAU HIN! Was Dein Kind mit Medienmacht.“: https://www.schau-hin.info/grundlagen/medienzeiten-feste-bildschirmzeiten-fuer-kinder-vereinbaren, Zugriff am 26.05.2025

Geld ausgeben in Spielen
Digitale Spiele sind heute über verschiedene Zugänge und Plattformen verfügbar – sei es per App auf dem Smartphone, über Spielkonsolen, PCs oder direkt im Internet als Browsergame. Spiele, die auf Datenträgern im Handel erworben werden, enthalten oft Online-Funktionen, etwa für Mehrspielermodi, Updates oder zusätzliche Inhalte. In vielen Fällen können dabei weitere Kosten entstehen, zum Beispiel durch kostenpflichtige Erweiterungen oder Abonnements für Online-Dienste. Daher sollten Sie sich über mögliche Kaufanreize und Zusatzkosten (In-Game-Käufe) informieren.
Zusätzliche Kaufoptionen gibt es nicht nur in kostenlosen Spielen und Apps, sondern auch in vollwertig gekauften Games mit Online-Funktionen. Oft werden kostenpflichtige Extras angeboten, wie kosmetische Anpassungen für Spielfiguren, besondere Gegenstände oder zufällige Objekte („Lootboxen“). In einigen Spielen werden Design-Techniken verwendet, die Spieler*innen dazu animieren, Geld auszugeben oder länger zu spielen. Wenn Kinder und Jugendliche in Spielen im Wettbewerb stehen, kann der Wunsch nach bestimmten Erfolgen oder exklusiven Inhalten als Statussymbol entstehen.
Besonders der Drang, seltene Gegenstände oder spezielle Charaktere zu sammeln, kann sie dazu anregen, Geld für diese Extras auszugeben. Die Verlockung wächst, wenn solche Elemente im Spiel als besonders wertvoll oder prestigeträchtig wahrgenommen werden.
Folgende Aspekte helfen Ihnen und Ihrem Kind bei einem verantwortungsbewussten Umgang mit Geldausgaben in Spielen:
- Frühzeitig aufklären: Sprechen Sie mit Ihrem Kind bereits vor dem Spielen über mögliche Kosten und In-Game-Käufe. Erklären Sie, wie und warum in vielen Spielen echtes Geld ausgegeben werden kann.
- Grenzen setzen: Legen Sie klare Grenzen fest, wie viel Geld für Spiele oder In-Game-Käufe ausgegeben werden darf, und halten Sie diese konsequent ein.
- Verantwortung übernehmen: Stellen Sie sicher, dass Sie die Kontrolle über die Zahlungsmethoden (z. B. Kreditkarten, PayPal) behalten und das Passwort für Kaufbestätigungen nicht an Ihr Kind weitergeben.
- Achten Sie auf Dringlichkeit: Erklären Sie, wie manche Spiele Design-Elemente nutzen, um Spieler*innen zum Geld ausgeben zu animieren.
- Verstehen, was gekauft wird: Fragen Sie Ihr Kind, warum es etwas im Spiel kaufen möchte, und klären Sie gemeinsam ob das Spielerlebnis auch ohne diesen Zusatz auskommt.
- Lernmöglichkeiten bieten: Sprechen Sie mit Ihrem Kind über einen verantwortungsbewussten Umgang mit Geld. In-Game-Rechner im Internet unterstützen bei der Veranschaulichung, wie viel In- Game-Währung in Euro bedeuten.
- Verständnis zeigen: Sie können In-Game-Käufe hin und wieder erlauben, ähnlich wie Sie Kindern Süßigkeiten gönnen – dabei jedoch den Rahmen wahren.
- Regelmäßig nachfragen: Bleiben Sie im Dialog und fragen Sie regelmäßig, welche Käufe getätigt wurden, um den Überblick zu behalten und mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen.
Um unerwartete Kosten zu vermeiden, sollten Eltern Benutzerkonten gemeinsam mit ihrem Kind anlegen und Kaufoptionen durch Sicherheitscodes oder Sperren schützen. Lassen Sie Ihr Kind nicht über Ihren Account spielen, wenn dadurch Käufe möglich sind. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über den sicheren Umgang mit Zahlungsmethoden. Eine Möglichkeit ist, Prepaid-Karten zu verwenden, mit denen nur ein festgelegtes Budget ausgegeben werden kann. Es besteht auch oft die Möglichkeit, Handys oder Festnetzanschlüsse für kostenpflichtige Dienste zu sperren, um unerwünschte Ausgaben zu verhindern.
Tipps
- Achten Sie bei den USK-Alterskennzeichen auf die Hinweise wie „Erhöhte Kaufanreize“, „In-Game-Käufe“ und „In-Game- Käufe + zufällige Objekte“.
- Sprechen Sie mit Ihrem Kind über zusätzliche Kosten und den verantwortungsvollen Umgang mit Online-Käufen. Tauschen Sie sich mit anderen Eltern aus und sammeln Sie wertvolle Tipps für einen bewussten Umgang.
- Behalten Sie die Kontrolle über Ihre Bank- und Kreditkartendaten.
- Nutzen Sie technische Einstellungen, um Geldausgaben zu begrenzen.
Persönliche Daten schützen
Für die Nutzung von Online-Diensten muss oft ein Konto erstellt werden, normalerweise reicht dazu eine E-Mail-Adresse. Manchmal wird jedoch auch nach persönlichen Informationen gefragt. Oft ist nicht sofort klar, wie diese Daten genutzt werden. Begleiten Sie daher Ihr Kind beim Anlegen von Accounts, prüfen Sie gemeinsam, welche Daten erforderlich sind, und ob sie weitergegeben werden. Kinder und Jugendliche sollten lernen, im Internet vorsichtig mit ihren persönlichen Daten umzugehen. Bei der Erstellung von Profilen sollten sie Pseudonyme statt echter Namen und Avatare statt realer Fotos verwenden, insbesondere wenn die Plattform den Kontakt mit fremden Personen ermöglicht.
Warum Sie und Ihr Kind vorsichtig mit persönlichen Daten umgehen sollten:
- Schutz vor Identitätsmissbrauch: Persönliche Daten können von anderen genutzt werden, um fasche Profile zu erstellen oder sich als jemand anderes auszugeben.
- Vermeidung unerwünschter Kontaktaufnahmen: Fremde könnten versuchen, durch persönliche Informationen Vertrauen aufzubauen oder gezielt Kontakt aufzunehmen.
- Wahrung der Privatsphäre: Einmal geteilte Daten lassen sich schwer aus dem Internet entfernen und könnten später unerwartete Konsequenzen haben.
- Gefahren durch Standortdaten: Informationen über den Wohnort oder Aufenthaltsorte können Risiken bergen, besonders wenn Fremde Zugriff darauf haben.
- Kommerzielle Nutzung von Daten: Viele Unternehmen nutzen persönliche Informationen für Werbung oder verkaufen sie weiter. Prüfen Sie, ob das bei der Nutzung durch Minderjährige ausgeschlossen wird.
Begleiten Sie Ihr Kind aktiv in der digitalen Welt und nehmen Sie sich Zeit, den Umgang mit persönlichen Daten bewusst zu gestalten. Sprechen Sie regelmäßig über mögliche Risiken und warum ein vorsichtiger Umgang wichtig ist. Nutzen Sie auch die Hilfsangebote vieler Plattformen, die speziell für Eltern und Kinder aufbereitet wurden. So legen Sie eine sichere Grundlage für einen verantwortungsbewussten und selbstbewussten Umgang mit dem Internet.
Tipps
- Achten Sie bei den USK-Alterskennzeichen auf die Hinweise
„Kontaktrisiken“, „Erhöhte Kommunikationsrisiken“ und
„Standortweitergabe“. - Erstellen Sie den Account gemeinsam mit Ihrem Kind und nehmen Sie entsprechende Schutzeinstellungen vor.
- Verwenden Sie eine neutrale E-Mail-Adresse für Online-Dienste, die keine Rückschlüsse auf Namen, Wohnort, Alter oder Schule Ihres Kindes zulässt.

Kommunikation mit anderen
Viele Online-Spiele bieten Text-, Sprach- oder Videochats an. Der Austausch mit Freund*innen oder der Community ist in manchen Spielen für strategische Absprachen sinnvoll, fördert den Teamgeist und hilft kommunikative Fähigkeiten zu entwickeln. Die Deaktivierung dieser Kommunikationsfunktionen ist in der Regel möglich, kann jedoch insbesondere in Teamspielen die Qualität des Spielerlebnisses deutlich mindern.
In der Kommunikation in Online-Spielen sowie auf Plattformen wie Twitch, Discord oder YouTube, kann es mitunter zu verbalen Ausfällen und Beschimpfungen kommen. Die Anonymität im Internet senkt die Hemmschwellen und beleidigende oder übergriffige Nachrichten werden auch in Spiele-Communitys verbreitet. Viele junge Menschen sind sich oft nicht bewusst, wie ihre Worte wirken, da sie die Reaktion ihres Gegenübers nicht sehen. Es gibt auch gezieltes toxisches Verhalten, besonders gegenüber neuen oder weiblich gelesenen Personen, die oft Beleidigungen und Herabwürdigungen erleben. Wie viele andere Orte im Internet können auch Spiele-Communitys ein Tor für Desinformation und extremistische Inhalte sein. Mitunter wird versucht, junge Menschen mit versteckten Botschaften und Symbolen für extremistische Ideologien zu gewinnen.
Wichtige Hinweise für einen sicheren und respektvollen Umgang im Netz:
- Unangenehme Kontakte blockieren: Ermutigen Sie Ihr Kind, beleidigende oder aufdringliche Personen zu blockieren und nicht weiter mit ihnen zu kommunizieren. Viele Plattformen bieten dafür einfache Funktionen oder einen Jugendschutzkontakt.
- Moderierte Chats nutzen: Achten Sie darauf, dass Ihr Kind möglichst Plattformen mit moderierten Chats verwendet. Dort entfernen geschulte Personen problematische Inhalte schnell.
- Desinformation erkennen: Ihr Kind sollte wissen, dass nicht alles, was online geteilt wird, wahr ist. Kritisches Hinterfragen ist wichtig. Sprechen Sie mit Ihrem Kind darüber, wie es verlässliche Informationen von Falschmeldungen unterscheidet.
- Respektvolles Miteinander: Auch online gilt: Höflichkeit und Respekt sind wichtig. Ihr Kind sollte sich nicht an Beleidigungen oder Hetze beteiligen.
- Gegenrede zeigen: Besonders bei ideologischer Beeinflussung ist es wichtig, Position zu beziehen und sich gegen Hass oder Falschinformationen auszusprechen.
Oft nutzen andere Spieler*innen anonyme Namen oder Pseudonyme – das ist in der Online-Kommunikation üblich und wichtig, um die eigene Privatsphäre und Sicherheit zu schützen. Aber das bedeutet auch, dass die wahre Identität und Absicht anderer meist unklar bleiben. Daher besteht das Risiko, dass Erwachsene versuchen, Kinder über das Internet anzusprechen und ihr Vertrauen zu erschleichen („Grooming“). Besonders jüngere Kinder neigen dazu, Online-Kontakten schnell zu vertrauen und halten falsche Angaben zu Alter, Hobbys oder Fotos häufig für wahr. Was harmlos wirkt, kann jedoch in schlimmen Fällen zu gefährlichen Situationen wie sexueller Nötigung oder Missbrauch führen.
Sicher im Internet: Wichtige Gesprächsthemen für Eltern und Kinder:
- Grooming erkennen: Erklären Sie Ihrem Kind, dass Erwachsene sich online als Gleichaltrige ausgeben können, um Vertrauen zu gewinnen und es zu manipulieren.
- Online-Freunde hinterfragen: Ihr Kind sollte wissen, dass nicht jeder im Internet die Person ist, die er vorgibt zu sein. Fotos, Hobbys und Alter können leicht gefälscht werden.
- Treffen mit Online-Bekanntschaften begleiten: Vereinbaren Sie, dass Ihr Kind sich nur mit Ihrer Zustimmung mit Online-Freunden trifft – und dann nur an öffentlichen Orten und in Begleitung.
Sprechen Sie mit Ihrem Kind regelmäßig über seine Online-Erfahrungen und ermutigen Sie es, auf sein Bauchgefühl zu hören, wenn etwas unangenehm wirkt. Vermitteln Sie, dass respektvolles Verhalten auch online selbstverständlich sein sollte und dass es in Ordnung ist, sich abzugrenzen oder Unterstützung zu holen. Wenn Sie gemeinsam klare Regeln und Sicherheitsmaßnahmen besprechen, helfen Sie Ihrem Kind, sich sicher und selbstbewusst in der digitalen Welt zu bewegen.
Tipps
- Achten Sie bei den USK-Alterskennzeichen auf die Hinweise „Kontaktrisiken“ und „Erhöhte Kommunikationsrisiken“ sowie „Chats“ und „Standortweitergabe“.
- Machen Sie sich mit vorhandenen technischen Einstellungsmöglichkeiten zum Schutz Ihres Kindes vertraut.
- Beschränken Sie möglicherweise die Kommunikation auf bekannte Kontakte für ein gemeinsames Spielerlebnis.
- Ihr Kind sollte wissen: Nicht jeder Online-Kontakt ist harmlos, und bei Unsicherheiten kann es sich immer an Sie wenden.




