USK-Prüfstatistik 2019

Wachstum im Online-Bereich anhaltend stark; Zahl der klassischen Altersprüfungen für Computer- und Videospiele leicht gesunken.

  • 1.673 Prüfvorgänge im klassischen Verfahren
  • Anzahl der Alterskennzeichen für Online-Spiele und Apps im Rahmen des globalen IARC-Systems anhaltend stark

Die Anzahl der Altersfreigaben im klassischen Gremien-Prüfverfahren der USK, die auf Grundlage des Jugendschutzgesetzes vergeben werden, ist im Jahr 2019 im Vergleich zum Vorjahr wieder leicht gesunken (2018: 1.770). Mit 1.673 Prüfvorgängen liegt sie allerdings etwas über dem Jahresniveau von 2016 und 2017. Dies ist vor allem neuen Jugendschutzpartnerschaften der USK mit weiteren Messen zu verdanken, die ihre Aussteller*innen auffordern, vorab USK-Prüfungen vornehmen zu lassen, um mit dem deutschen Jugendschutz konform zu sein. Die Verteilung aller Altersfreigaben blieb insgesamt konstant: Auch im Jahr 2019 wurden in nahezu drei von vier Verfahren die Kennzeichen USK 0, USK 6 oder USK 12 vergeben.

Die Vergabe von online erteilten Alterskennzeichen für Apps und Online-Spiele blieben 2019 anhaltend stark. Mit dem internationalen IARC-System generierte Kennzeichen erreichen dank der namhaften Mitglieder Google, Microsoft und Nintendo eine Reichweite von 3 Milliarden aktiven Geräten am Markt. Die USK-Kennzeichen unterliegen dabei der Qualitätskontrolle der USK.

2020 wird ein spannendes Jahr für die USK, da sich die Diskussion um einen praxistauglichen Jugendschutz im Hinblick auf die anstehende Novelle zum Jugendschutzgesetz konkretisieren wird.
Lorenzo von Petersdorff, stellvertretender Geschäftsführer der USK

Der stellvertretende USK-Geschäftsführer Lorenzo von Petersdorff: „Alterskennzeichen bieten Eltern, Nutzern und anderen Interessierten nach wie vor einen hohen Orientierungswert über Inhaltsrisiken. Apps und Online-Games erhalten darüber hinaus wertvolle Zusatzinformationen über Nutzungsrisiken. 2020 wird ein spannendes Jahr für die USK, da sich die Diskussion um einen praxistauglichen Jugendschutz im Hinblick auf die anstehende Novelle zum Jugendschutzgesetz konkretisieren wird. Im Rahmen dieser Diskussion werden insbesondere die Berücksichtigung der Nutzungs- und Medienrealität, eine internationale Anschlussfähigkeit sowie eine zukunftsfeste und transparente Ausgestaltung einen hohen Stellenwert einnehmen. Damit der Jugendschutz bei Kindern und Jugendlichen schon heute effektiv ankommt ermutigen wir Eltern stets, auf die Alterskennzeichen sowie die Zusatzinformationen der USK zu achten und die Geräte insbesondere unter „Jugendschutz“ und „Zahlungsmethoden“ entsprechend voreinzustellen.“

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