Informationen der USK zu Fortnite

Das Spiel Fortnite ist derzeit sehr populär bei Spieler*innen auf der ganzen Welt. Nun wurde das Spiel geprüft und von der USK für Spieler*innen ab 12 Jahren als unbedenklich eingestuft.

Der USK wurde das Spiel Fortnite inklusive aller aktuellen Spielmodi „Save the World“, „Battle Royale“ und „Creative“ zur Prüfung eingereicht. Im Juli 2019 wurde der Titel durch ein USK-Gremium bestehend aus Jugendschutzsachverständigen geprüft und durch die Ständigen Vertreter der Obersten Landesjugendbehörden bei der USK ab 12 Jahren freigegeben. Das Spiel darf somit im stationären Handel, digital und per Versand an Jugendliche ab 12 Jahren verkauft werden.

Wieso wurde das Spiel erst jetzt geprüft?

Während der Spielmodus „Save the World“ („Rette die Welt“) bereits 2017 von der USK mit einer Freigabe ab 12 Jahren für den stationären Handel gekennzeichnet wurde, so kamen die Spielmodi „Battle Royale“ und „Creative“ als reine Online-Inhalte erst später hinzu und wurden bisher nicht bei der USK für eine Prüfung eingereicht. Gemäß den Vorgaben des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV) sind Anbieter, welche ihre Spiele ausschließlich online vertreiben, nicht in der Pflicht diese für eine Kennzeichnung bei der USK einzureichen, sondern sorgen selbst für die jugendschutzkonforme Verbreitung ihrer Angebote. Als Mitglied von USK.online hat sich Epic Games nun dennoch dazu entschieden, die aktuelle Version von Fortnite bei der USK einzureichen.

Wieso ist Fortnite ab 12 Jahren freigegeben?

Final kam das Prüfgremium zu folgendem Ergebnis:

„Durch die grafische Darstellung und die verfremdenden Elemente ist das Geschehen schon für 12-jährige Spieler*innen jederzeit als Fiktion zu rahmen. […] Die zurückhaltende symbolhafte Treffervisualisierung ohne die Darstellung von Verletzungen setzt 12-Jährige nicht mehr dem Risiko einer Entwicklungsbeeinträchtigung aus, die Vereinbarung der Spielverabredung ist für sie von Beginn an durchschaubar, es gibt keine schockierenden Elemente.“

…ein riskanter Transfer der Spielhandlung in die reale Lebenswelt von 12-Jährigen [ist] nicht zu vermuten.

„Im Gegenteil: das Spiel ist durchzogen von humorvollen Brechungen, die auch 12-Jährige bereits dekodieren und entsprechend einordnen können, sodass ein riskanter Transfer der Spielhandlung in die reale Lebenswelt von 12-Jährigen nicht zu vermuten ist.“

Generelle Tipps für Erziehungsberechtigte

  • Achten Sie sowohl bei Spielen im stationären Handel als auch bei mobilen Spielen auf die Alterseinstufungen der USK. Diese geben eine Aussage darüber, ob ein Spielinhalt für eine entsprechende Altersgruppe entwicklungsbeeinträchtigend ist oder bedenkenlos gespielt werden kann. Im Bereich der Online-Spiele und Apps vergibt die USK Kennzeichen nach dem IARC-System. Plattformanbieter wie der Google Play Store, der Nintendo eShop, der Microsoft Windows Store, der Xbox Store oder der Oculus Store sind Teil des IARC-Systems, über das USK-Kennzeichen im Rahmen eines automatisierten Verfahrens vergeben werden. Mehr Informationen zu IARC erhalten Sie unter usk.de/iarc.
  • Wenn Sie unsicher sind, ob die Reife Ihres Kindes dem Erlebnisangebot des Spiels angemessen ist, können Sie über die Titelsuche der USK-Datenbank geeignete Alternativen finden. Auch der Elternratgeber der USK kann eine grundsätzlich Orientierung zum Thema Online-Spiele bieten
  • Hilfreich ist es ebenfalls, wenn Sie sich als Erziehungsbeauftragter gemeinsam mit Ihrem Kind über Medieninhalte und -konsum auseinandersetzen. Wirksamer Jugendschutz gelingt immer dann, wenn Minderjährige eigene Medienkompetenz aufbauen können.

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