Technische Maßnahmen

Auf vielen Plattformen erlauben technische Maßnahmen, nicht altersgerechte Inhalte auszuschließen, Onlinekäufe zu deaktivieren beziehungsweise einzuschränken oder auch die tägliche oder wöchentliche Spieldauer festzulegen.

Gerade bei jüngeren Kindern kann oft auch einfach die Internetverbindung deaktiviert werden, um beispielsweise unerwünschten Kontaktaufnahmen vorzubeugen. Doch so sinnvoll diese Schutzmöglichkeiten auch sind, sie bieten keinen hundertprozentigen Schutz. So kennen technikversierte Jugendliche nicht selten Mittel und Wege, solche Programme auszutricksen. Eine generelle Begleitung ist auch hier unerlässlich, und je älter Ihre Kinder werden, desto mehr Handlungsspielräume sollten Sie ihnen auch zugestehen.

Altersstufen: Sie wollen und können Ihr Kind nicht immer beim Spielen beaufsichtigen?

Gerade ältere Kinder und Jugendliche bestehen auf ihrem Freiraum und möchten auf eigene Faust spielen. Damit auch in Ihrer Abwesenheit altersgerecht gespielt wird, können Sie auf einigen Smartphones (z. B. mit Android- oder Windows-Betriebssystem), Windows-Computern sowie stationären wie tragbaren Konsolen (z. B. von Nintendo, Sony oder Microsoft) einen sogenannten Jugendschutzfilter einrichten. Dieser beruht in der Regel auf den Alterskennzeichen der USK, die maschinell vom Windows-Computer beziehungsweise der Konsole ausgelesen werden können.

Übrigens können mit Jugendschutzfiltern häufig ebenfalls online oder auf DVD beziehungsweise Blu-Ray vertriebene Filme geblockt werden, deren Freigabe für das Alter Ihres Kindes zu hoch ausfällt.

Jugendschutzfilter sollten schon bei der ersten Inbetriebnahme eines Geräts eingerichtet und Eltern-Passwörter sicher aufbewahrt werden. Bei Bedarf können Sie auch Ausnahmen hinzufügen, falls Sie ein bestimmtes Spiel trotz höherer Altersfreigabe für geeignet halten und Ihrem Kind das Spielen gestatten wollen. Ähnlich funktionieren Jugendschutzprogramme, die Kinder beim Surfen im Internet schützen. Auf der folgenden Seite finden Sie Anleitungen für die entsprechenden Einstellungen bei Spielkonsolen, Smartphones und Windows-Computern, sowie die Möglichkeit zum Download von Jugendschutzprogrammen: www.usk.de/jugendschutzprogramme.

Spielzeitbegrenzung: Kann ich auch die Zeit einschränken?

Die gängigen Spieleplattformen bieten auch die Möglichkeit, die Spieldauer zu begrenzen. Diese Funktion heißt dann zum Beispiel „Familien-Timer“ und gestattet es, die tägliche oder wöchentliche Nutzung schrittweise einzustellen. Vor Ablauf der Zeit wird der Spieler gewarnt und kann so noch rechtzeitig Spielfortschritte sichern.

Manche Konsolen und sogar einige Spiele selbst weisen den Spieler nach einer bestimmten Nutzungsdauer darauf hin, doch einmal eine Pause einzulegen. Das ist eine wertvolle Hilfestellung, da der Spieler ja oftmals durch das Spielen die Zeit vergisst. Viele der beliebten Online-Spiele bieten Eltern ebenfalls die Möglichkeit, die Spieldauer zu begrenzen. So ist unter anderem auch sichergestellt, dass Ihr Kind nicht vom Rechner eines Freundes aus stundenlang spielt. Es wird nämlich nicht die Nutzungsdauer auf einem konkreten Gerät (z. B. Ihres heimischen Computers) überprüft, sondern der beim Anbieter des Spiels hinterlegte Zugang (Account), in dem alle Daten über die Spielfigur Ihres Kindes online gespeichert sind. Es kann zudem bestimmt werden, zu welcher Tageszeit oder an welchen Wochentagen überhaupt gespielt werden darf. Nutzen Sie solche Möglichkeiten vor allem bei jüngeren Kindern.

Überblick Jugendschutzeinstellungen

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