Auswahl geeigneter Spiele

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Spielen ist vielfältig

Wenn Sie sich bereits mit Computerspielen beschäftigt haben, wissen Sie wahrscheinlich was Action-Adventures oder Jump’n’Runs sind. Aber sagen Ihnen Brawler, Battle-Royal-Shooter, Game Creator Plattform oder Steam etwas? Wenn nein, ist das erstmal nicht schlimm. Wichtig zu wissen ist aber: Es gibt viele Arten von Spielen und Plattformen, die unterschiedliche Spielweisen bieten. Um Ihrem Kind bei der Auswahl geeigneter Spiele zu helfen, sollten Sie sich über Spiele, Plattformen und das jeweilige Alterskennzeichen informieren. Denn nicht jedes Spiel und jede Plattform ist für jedes Alter oder jedes Kind gleichermaßen geeignet.

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Wie wählt man passende Spiele aus?

Hier erklären wir, wie Sie das richtige Spiel finden – abgestimmt auf Alter, Interessen und gemeinsam mit Ihrem Kind besprochen.

Tipps

  • Schauen Sie, ob es in Ihrer Nähe Eltern-Treffen gibt, bei denen Sie beliebte Games selbst ausprobieren und wertvolle Tipps von medienpädagogischen Fachkräften erhalten.
  • Informieren Sie sich auf der USK-Webseite. Dort gibt es ein Lexikon kurzer Erklärungen zu Genres, Spielsystemen, Gaming-Begriffen und mehr.

Elternverantwortung: Erziehen und Schützen

Eltern haben laut Artikel 6 des Grundgesetzes das Recht, selbst zu entscheiden, welche Medieninhalte sie ihrem Kind zugänglich machen. Aber dieses Recht gilt nur für Ihr eigenes Kind und nicht für andere Kinder, die zu Besuch sind. Um Ihrer Verantwortung für Erziehung und Schutz gerecht zu werden, sollten Sie sorgfältig abwägen, welche Inhalte geeignet sind. Eine wichtige Orientierungshilfe bieten die Alterskennzeichen der USK. Sie zeigen, welche Inhalte für welches Alter unbedenklich sind, und helfen passende Games für Ihr Kind auszuwählen.

Diese Fragen können dabei helfen:

  • Welches Alterskennzeichen hat das Spiel? Passt das zum Alter meines Kindes?
  • Welche Informationen habe ich über das Spiel?
  • Hat mein Kind genug Fähigkeiten, um mit dem Spiel umzugehen?
  • Gibt es vielleicht Alternativen, die besser zum Alter und Entwicklungsstand meines Kindes passen?

Tipp

  • Lesen Sie Inhaltsangaben oder schauen Trailer im Internet, um einen Eindruck vom Spiel zu bekommen.
  • Übertragen Sie nicht Ihr eigenes Spielempfinden auf Ihr Kind. Es nimmt problematische Inhalte anders wahr und kann sie schwerer oder manchmal sogar leichter einordnen.
  • Lassen Sie sich nicht von Entscheidungen anderer Familien beeinflussen. Treffen Sie Entscheidungen, die zu Ihrem Kind und Ihrer Familie passen.

USK-Alterskennzeichen und Zusatzhinweise

Wenn Sie ein Spiel für Ihr Kind auswählen möchten, ist das USK-Alterskennzeichen ein guter erster Anhaltspunkt. Es zeigt, ab welchem Alter ein Spiel aus Sicht des Jugendschutzes unbedenklich ist. Das heißt: Die Inhalte des Spiels sind für Kinder ab diesem Alter nicht schädlich oder belastend.

Wichtig zu wissen: Das USK-Alterskennzeichen sagt nichts darüber aus, wie schwer ein Spiel ist oder ob es gut für die Entwicklung Ihres Kindes ist. Es zeigt, ob das Spiel aus Sicht des Jugendschutzes für das Alter Ihres Kindes geeignet ist und keine entwicklungsbeeinträchtigenden Inhalte oder ungesicherte Risiken durch Onlinefunktionen enthält.

Neben dem USK Alterskennzeichen finden Sie zusätzliche Hinweise:

  • Warum hat das Spiel diese Altersfreigabe bekommen? Neben den Alterskennzeichen stehen Schlagworte, die signalisieren, ob Inhalte für Kinder problematisch sein könnten – z. B. Gewalt, eine düstere Atmosphäre oder erhöhte Kaufanreize. Auch Dinge wie Online-Chats oder Käufe im Game spielen eine Rolle – je nachdem, wie sie umgesetzt sind und ob technische Schutzfunktionen vorhanden sind.
  • Welche Funktionen gibt es im Spiel, die Sie kennen sollten? Oft gibt es im Spiel Zusatzfunktionen, die mit dem Internet verbunden sind – z. B. Möglichkeiten zum Chatten, Einkaufen oder das Teilen des eigenen Standorts. Solche Funktionen können Risiken mit sich bringen, vor allem wenn sie unbeaufsichtigt genutzt werden.

Ausführliche Erklärungen zu den USK-Alterskennzeichen und Zusatzhinweisen finden Sie auf der USK-Webseite. Die Alterskennzeichen und Hinweise der USK finden Familien auf der Rückseite der Spieleverpackungen, in der Prüfdatenbank der USK auf usk.de oder auf vielen gängigen Online-Spieleplattformen wie dem Nintendo eShop, dem Google Playstore, dem Xbox Store oder dem Sony PlayStation Store.

Wichtig zu wissen: Nur wenn Sie das USK-Alterskennzeichen sehen, können Sie sicher sein, dass das Spiel von der USK bewertet wurde. Vorsicht ist geboten, wenn Sie kein USK-Kennzeichen finden. In diesem Fall sollten Sie sich das Spiel ganz genau anschauen.

Tipps

  • Achten Sie darauf, ob das Spiel ein Alterskennzeichen der USK hat. Finden Sie keines, ist grundsätzlich Vorsicht geboten.
  • Schauen Sie sich die Zusatzhinweise an, um Risiken in
    dem Spiel zu erkennen.
  • Überlegen Sie, ob Ihr Kind mit Chats oder Käufen im Spiel bereits umgehen kann, und vereinbaren Sie mit Ihrem Kind Regeln.
  • Sichern Sie Konsole, Smartphone, Tablets und Co. Nutzen Sie dafür die technischen Schutzeinstellungen. Wie Sie das machen, erfahren Sie hier im Ratgeber und z. B. auf medien-kindersicher.de

Spiele pädagogisch beurteilt

Wenn Sie sich fragen, ob ein Spiel für Ihr Kind pädagogisch sinnvoll ist oder sich allgemein über Spiele informieren wollen, lohnt ein Blick auf entsprechende Fachportale. Dort gibt es pädagogische Einschätzungen, Altersempfehlungen, unabhängige Rezensionen und Auszeichnungen für besonders empfehlenswerte Spiele.
Durch verschiedene Bewertungskategorien und Symbole finden Sie schnell die wichtigsten Informationen.

Eine Übersicht von Portalen für pädagogische Bewertungen von digitalen Spielen finden Sie hier:

Tipps

  • Informieren Sie sich zu den pädagogischen Bewertungen, bevor Sie mit Ihrem Kind Spiele auswählen.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Kind über positiv bewertete Aspekte eines Spiels.
  • Hilfreiche Informationen zur Nutzung von Medien in der Familie erhalten Sie z. B. auch auf der Webseite vom elternguide.online

Lernen mit Games

Digitales Spielen macht Spaß – und man kann dabei auch etwas lernen. Games fördern viele Fähigkeiten, oft ganz ohne großes Zutun von Lehrkräften oder Eltern. Dazu gehören zum Beispiel logisches Denken, das Lösen von Problemen oder auch die Hand-Augen-Koordination. Games können Kindern und Jugendlichen aber noch mehr beibringen. Spannende Geschichten helfen, sich in andere Perspektiven zu versetzen, virtuelle Ausflüge in die Vergangenheit machen Geschichte erlebbar und interaktive Systeme veranschaulichen komplexe Zusammenhänge. Zum Beispiel lässt sich der Sinn einer Rohstoffkette mit einem Aufbauspiel leichter erklären als mit einem Tafelbild. Die Lernmöglichkeiten mit Games sind vielfältig, wenn Eltern oder Lehrkräfte wissen, welches Spiel für welchen Zweck geeignet ist und vielleicht sogar selbst kreativ werden.

Tipp

Die Stiftung Digitale Spielekultur pflegt eine Liste ausgewählter Spiele, die sich besonders gut für das Lernen mit Games eignen. Lassen Sie sich inspirieren.

Der Elternratgeber für digitale Spiele

Jetzt auch auf Englisch, Arabisch und Türkisch verfügbar! Im gemeinsamen „Elternratgeber digitale Spiele“ der USK und der Stiftung Digitale Spielekultur finden Eltern Antworten auf zentrale Fragen rund um Games.

Zum Download
Ansprechpartnerin

Melanie Endler